RSC-Transalp-2006

08 Juli 2006

1. Etappe (Oberammergau - Imst)

(Untertitel: Aller Anfang ist schwer und nass)

Nachdem gestern Morgen die ersten vier RSCler in Oberammergau eingetroffen sind konnten die restlichen 12 erst gegen 22:00 Uhr aus den Autos springen (bedingt durch die sehr späte Abreise gegen 12:00 mittags und 10 Stunden Fahrtzeit). Nachdem die Räder zusammengebaut, die Autos ausgeräumt und die Zimmer bezogen waren sind wir alle noch ein Bierchen trinken gegangen, um zumindest äußerliche Entspannung zu demonstrieren. Dann sind wir alle in die Betten gefallen und haben versucht zu schlafen.

Heute Morgen wurden wir dann gegen 6:30 Uhr jäh durch intensive Regenschauer aus den tiefsten Träumen geweckt und wahrscheinlich haben alle das gleiche gedacht: „Muss es gerade heute regnen?“ Es musste. Selbst nach der Katzenwäsche und dem Frühstück regnete es um 9:00 Uhr zur Startzeit immer noch, zwar nicht mehr so heftig aber Besserung versprach der Himmel nicht. Nach einem kurzen Briefing von Jörg, in dem er nicht nur die Etappe beschrieben sondern auch auf die Gefahren bei der Abfahrt vom Hahntennjoch hingewiesen hat, rollten wir los. Alle erst einmal im Gänsemarsch hinter Jörg hinterher, denn er kannte die Etappe und hatte das GPS-Gerät!

Es ging durch Oberammergau und dann über den Ammersattel, den ersten Pass, der ca. 200 Höhenmeter hat und insgesamt eine Kehre sein eigen nennt. D.h. diese Aufgabe war noch nicht besonders anspruchsvoll und zur Belohnung durften wir dann bergab nach Österreich rüberrollen und am schönen Plansee entlangfahren (leider fehlte die Sonne um das Wasser richtig türkis aussehen zu lassen).

Nach einer weiteren kurzen Abfahrt nach Reutte bogen wir ab auf die Fernpassstraße. Auf dieser herrschte natürlich das reinste Verkehrschaos, Auto an Auto so dass wir zeitweise auf der Mittellinie fahrend die stehenden Autos überholt haben. Hier haben wir unsere Begleitfahrzeuge dann auch für längere Zeit zum letzten Mal gesehen. Sie steckten nicht nur im Stau fest, sondern es gab im Anschluss auch einige Verwirrung über die korrekte Wegführung. Richtig wäre gewesen, in Bichelbach in Richtung Berwang die Fernpassstraße zu verlassen und durch die Skigebiete Berwang und Kelmen zu fahren. Wir durften hier die ersten Kletterversuche an Rampen mit zweistelligen Steigungsprozenten machen und anschließend das Abfahren bei ebenso steilen Straßen bei Regen üben.

Nachdem dies alles problemlos überstanden war, fuhren wir in Richtung Hahntennjoch. Auf einem kleinem Schotterplatz davor warteten wie dann auf unsere beiden Verpflegungswagen, um uns vor der eigentlichen Tagesaufgabe noch einmal zu stärken und ggf. wärmere Sachen anzuziehen. Dann nahmen wir das Hahntennjoch in Angriff. Einige hatten hier mehr andere wenigen stark zu kämpfen, aber Jörg hatte wohl nicht zu viel versprochen – es war schon mehr als nur ein Warmfahren. Man musste schon etwas kräftiger in die Pedale treten, um oben anzukommen.

Ein längerer Aufenthalt auf dem Pass war auf Grund der kalten Temperaturen nicht möglich und so zogen wir es vor, so schnell wie möglich die Abfahrt in Angriff zu nehmen. Auch freilaufende Kühe konnten uns dann nicht mehr an der erfolgreichen Beendigung der ersten Etappe hindern.

Das Hotel in Imst war relativ  schnell gefunden, die Räder wurden schnell mit dem Gartenschlauch abgespült (warum durften eigentlich die Räder nicht auf dem Radträger transportiert werden? Jetzt waren sie bestimmt schmutziger als sie je auf einem Radträger unter einer Plane geworden wären!?!) und dann ging es auf die Zimmer und in die Duschen. Um 19:00 Uhr gab es Essen und danach verzogen sich einige auf die Zimmer und andere zum Fussball gucken in den TV-Raum.

Morgen geht es weiter nach Susch, hoffentlich dann bei trockenem Wetter und immer noch guter Laune in der Gruppe.

 

Ciao

Jörg