RSC-Transalp-2006

09 Juli 2006

2. Etappe (Imst - Susch)

(Untertitel: Hart aber schön)

Wir haben den zweiten Abschnitt der RSC-Transalp 2006 erfolgreich beendet und sind glücklich aber erschöpft in Susch angekommen.

Heute Morgen sind wir pünktlich um 9:00 Uhr in Imst auf die Räder gesprungen und sind noch verhaltener als gestern losgefahren. Das Wetter hat endlich mitbekommen, dass wir auf dem Weg nach Riva sind und hat die Wolken durch einen blauen Himmel mit strahlender Sonne ersetzt. So konnten wir sofort in kurz–kurz starten und auch vereinzelte Westen oder Arm- und Beinlinge wurden schnell wieder ausgezogen und in die Taschen gestopft.

Die erste Aufgabe des Tages war die Pillerhöhe. Es sollte von ca. 800m auf ca. 1.550m hoch gehen, da wir jedoch von Imst aus zur Pillerhöhe gestartet sind blieben uns 20% steile Rampen wie in der Anfahrt von Landeck erspart. So kurbelten wir uns alle beharrlich zum Gipfel der Pillerhöhe und wurden von einem wunderschönen Panorama über das Inntal belohnt. Da alle verfügbaren Fotoapparate gezückt wurden, dürfte später eine entsprechend große Anzahl an Bildern zur Verfügung stehen. Die Abfahrt von der Pillerhöhe nach Prutz war relativ steil jedoch aufgrund der trockenen Straßenverhältnisse gab es eigentlich keine größeren Probleme.

Nach Prutz fuhren wir im Inntal flussaufwärts in Richtung Schweiz. Es war ein kupiertes Gelände in dem es immer wieder kurz bergauf und dann wieder bergab ging. Ein richtiger Rhythmus war hier nicht zu finden. Es musste sogar eine kleine Crosseinlage eingelegt werden, da eine Ortsdurchfahrt wegen eines Volksfestes gesperrt war. So durften wir einen ungeteerten Ackerweg fahren, aber auch die Aufgabe lösten alle bereitwillig. Dann kamen wir endlich zum Grenzübergang zur Schweiz. Vor dem Grenzübertritt stärken wir uns aber alle noch einmal kräftig und legten unsere erste Vesperpause an diesem Tage ein. Die Einreise in die Schweiz war unproblematisch, obwohl Andreas seine Portemonnaie in Oberammergau liegen gelassen hat und wir schon Probleme befürchten, aber die Grenzbeamte lies uns ohne Ausweiskontrolle einreisen (Hauptsache wir kommen auch wieder raus ;-)).

Jetzt trennten uns noch 20 km von den letzten drei kleineren Aufgaben des Tages. In Crusch ging es wieder etwas steiler zur Sache in Richtung Sent. Danach ging es abwärts nach Scoul und von dort fuhren wir in den Anstieg nach Ftan. In Ftan sah man vielen schon die Erschöpfung und die Strapazen der letzten beiden Tage ins Gesicht geschrieben. Die Steigungen wurden schon deutlich höher eingeschätzt als sie in Wirklichkeit waren aber die Moral und die Stimmung muss man immer noch super gut beschreiben. Vielleicht ist dies aber auch nur noch der Galgenhumor, der den angeschlagenen Fahrern und Fahrerinnen geblieben ist. Jedoch wurde auch der letzte Anstieg des Tages nach Bos-Cha erklommen und wir belohnten uns mit einer Erfrischung am bzw. im Dorfbrunnen. Einige steckten nicht nur die Hände ins erfrischende Wasser sondern ganze Köpfe wurde darin versenkt, ob mit oder ohne Sonnenbrille, das war schon egal.

Das letzte Stück, ca. 5 km, war ziemlich nervig, da es eine stark befahrene Straße mit Tunnel war, die Autofahrer ziemlich genervt auf uns reagierten und dies auch allzu deutlich artikulierten.

Aber jetzt sitzen wir alle glücklich im Hotel, haben wahrscheinlich alle schon geduscht und werden dann bald zum Essen stürzen, um verbrauchte Energiereserven wieder aufzufüllen. Morgen geht es dann über den Flüela- zum Albulapass hoch, zu unserer einzigen Bergankunft, wo wir dann am Dienstag ja auch einen Tag Pause machen. Den haben wir uns dann sicherlich verdient.

 

Bis morgen

Jörg